Geschichte des Dorfes

Die zuerst im Jahre 1839 unter dem Namen Zabar erwähnte Siedlung wurde nach der Vertreibung der Türken zum Besitz des Erzherzogs Karl, deshalb war ihr Name damals Hercegszabar.

Die Székely (Szekler) Vorsilbe weist auf die Szekler hin, die nach der Aussiedlung eines Teils der deutschen Dorfbewohner  ihren Platz einnahmen. Während der türkischen Besetzung, beziehungsweise gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts wurde die Siedlung entvölkert.

Im Jahre 1930 hatte das Dorf 32 ungarische, 1048 deutsche Einwohner und einen mit anderer Muttersprache. Nach dem zweiten Weltkrieg veränderte sich die Zusammensetzung der Bevölkerung und 1970 lebten hier mit den aus Oberungarn eingesiedelten und den Szeklern schon 502 Ungarn und 479 Deutsche. Das Dorf gehörte einst auch zum Gutsbesitz Bellye, zwischen 1925 und 1950 aber zum Bezirksnotariat von Kölked, so wurde das Standesregister auch dort geführt. Der Ortsname Szabar basiert auf dem Personennamen Sobor.

Das einzigartige, besondere Wappen des Dorfes wurde nach dem Muster eines aus dem Jahre 1746 stammenden Stempels angefertigt, so ist seine Abbildung nicht ein gewöhnliches,  auf das Handwerk der Bevölkerung hindeutendes Zeichen, sondern  sie stellt die Heilige Jungfrau Maria mit Gloria und einer Krone auf dem Kopf, mit einem Zepter in der Hand und dem kleinen Jesus im Schoß dar. Da von den alten Stempeln in der Branau nur auf dem von Szabar als Gedanke folgender Umlauf (Stempeltext auf einem runden Stempel) mit kurzen deutschen Wörtern: „Marias Hilfe für die Qualen der Szabarer(Sawener)” steht, ist auf dem heutigen Wappen gemäß der heraldischen Traditionen eine lateinische Aufschrift zu sehen, die nach der Übersetzung Folgendes verfasst: „Man braucht immer eine Fackel.”

2001 bekannte sich 22,5% der Bevölkerung des Dorfes zur deutschen Nationalität gehörend.

Das Deutschtum pflegt seinen rhein-fränkischen, genauer Fuldauer Dialekt.

Sehenswürdigkeiten

Römisch-katholische Kirche

Die Kirche der Gemeinde wurde 1806 Mariens Heimsuchung geweiht. Der Hauptaltar stammt aus Italien und ziert seit 1927 die Kirche. Der alte Hauptaltar wurde an der Seitenwand platziert.

1977 wurde der Hauptaltar renoviert und angestrichen, 1980 bekam die Kirche einen neuen Altar aus Cararra Marmor, so wurde es möglich, die Messe mit Gesicht zur Gemeinde zu sprechen.

Neben der Kirche befinden sich zwei Kapellen. Die eine wurde 1877 zu Ehren des Heiligen Rokus gebaut, die andere, die ein Baudenkmal ist, wurde 1882 auf dem Kalvarienberg errichtet und zu Ehren der Schmerzensmutter eingeweiht.

Großer Eichenbaum

Nach der Tradition verweist der Ort namens Großer Eichenbaum in Székelyszabar auf einen geschützten Riesenbaum. Er wurde mehrmals vom Blitz getroffen und trocknete ab. Mitte der 1970-er Jahre wurde er gefällt. Mit diesem Ort ist der Volksbrauch Bläsbrennen (Plasprene) verbunden. Am ersten Fastensonntag gingen die Burschen zu den zwei großen Bäumen auf dem Hügel in der Nähe des Dorfes und trugen dort Holz, Reisig und leere Maisstengel zusammen. Wenn es dunkel wurde, zündeten sie das Hutzelfeuer und die mit Stroh umwickelten, an Fackeln erinnernden Stangen oder Maisstengel an. Mit diesen Fackeln liefen sie über die Saatfelder und schlugen mit ihnen Kreise und Schlangen in der Luft. Die Dorfbewohner beobachteten das aus ihren Höfen oder von der Hofstelle. Nach einigen Meinungen war der Zweck dieses Volksbrauchs, dass die Felder fruchtbar werden sollen und es keinen Hagel geben soll, wo das Feuer leuchtet und wohin der Rauch fliegt. Der kultische Sinn dieses Brauchs ist schon verblasst.

Eisentor

Der peripherische Teil der Siedlung namens Eisentor ist mit einem Ereignis der ungarischen Geschichte verbunden. Laut Frigyes Pesty, dem berühmten Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts, „standen hier 300 Pétser (Fünfkirchner) Schüler Posten gegen die Türken im Jahre 1526”. Nach der Meinung von János Ete, ehemaligem Heimatforscher aus Mohács „stammt der Name Eisentor daraus, dass die Studenten der Pécser (Fünfkirchner ) Universität 1526 den Türken wie ein Eisentor widerstanden”. Diesen Teil nennt man auch Süßloch (Sissloch). Einst diente das zum Schützenplatz der Soldaten. In der Nähe des hiesigen Wirtshauses (Tscharda)entstand noch am Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts die Siedlung der deutschen Kleinbauer.

 

 

 

 

 

 

 

 

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